MISSIONSBERICHT
Im März 2000 besuchte ich in Südindien verschiedene Zigeunerkolonien, mit denen wir mittelst einheimischen Mitarbeitern Kontakt pflegen und diakonische Hilfe vermitteln.
Bei den Narikoravas, die links
und rechts von einem engen Nebensträsschen in Tiruvanmiyur ihre armseligen
Hütten haben, wurden wir mitten auf dem Strässchen, wo sich das Leben abspielt,
herzlich willkommen geheissen.
Rund 40 Kinder bekommen von Contactions regelmäßig zu Essen. Dazu weihten wir
einen Raum mit einer Nähmaschine ein. Dort werden 10 grössere Mädchen in die
Kunst des Nähens eingeführt.
Zu den fox-donkey-gypsy in
Kottur konnten wir nicht gehen. Dort war eine Pocken-Epidemie ausgebrochen.
Wir helfen dort nebst einem Schulungs-, Ernährungs- und Betreuungsprogramm auch
mit Medikamenten.
Früher hatten die Kinder oft ein paar Tage nichts zu essen. In solchen Zeiten
machten sie sich an Tiere heran, z.B. Kühe, schlitzten ihnen eine Ader auf und
sogen so als Nahrung von ihrem Blut.
Eindrücklich war die Vorführung der Zirkus-Zigeuner in Medawekkam. Farbig bekleidet boten uns jung und alt eine Schau, bei denen es uns warm und kalt den Rücken hinunter und wieder hinauf lief. Seiltanzen, sich durchs Feuer rollen und viele akrobatische Vorführungen wurden uns geboten. Es ist eine Kolonie, die sehr dankbar ist, dass wir ihnen beistehen. Gerade das Schulungsprogramm wird gross geschrieben. Zudem sind bei ihren fast 30 Hütten die Türen total kaputt und während ihren Zirkusvorführungen ausserhalb ihres Dorfes wird ihnen das Wenige, das sie haben, regelmässig gestohlen. Wir sagen ihnen zu, die Fabrikation von neuen Türen zu übernehmen. Wie waren sie da dankbar.
In Meppaid eröffneten wir einen Nähraum und weitere Hilfsprogramme werden folgen. Nicht gerade so appetitanregend war das Miterleben, wie man auf "köstliche" Art und Weise Katzen zu einem Festschmaus zubereitet. Sogar ein Kater schlich sich heran, um auch etwas von der Kostbarkeit erhaschen zu können.
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Eine monatliche Patenschaft kostet
mur 15,00 Euro.
Wir hoffen, daß wir noch viele, viele Paten finden können, die diese verheissungsvolle
Arbeit unterstützen werden. Und wir blicken voraus in die Zukunft, wo wir hoffen,
dass dann ausgebildete Zigeunerkinder zu Helfern an ihrem eigenen Volk werden.