April 2005

 

Jes 26,4     Vertraut auf den Herrn ewiglich; denn der Herr, Herr, ist ein Fels der Ewigkeiten.

 

Wir danken den Herrn, dass Er uns immer noch gebraucht und wir hoffen wirklich von ganzem Herzen, dass in Tempio noch eine Gemeinde entstehen darf. Wir wissen das dies nur durch das Wirken des heiligen Geistes geschehen kann und dem Herrn dann alle Ehre gebührt. Es wäre unser Wunsch, dass nicht nur in Tempio. sondern in allen Ortschaften in die unser Radiosender ankommt Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen und den Herrn dankbar für Seine Erlösung werden.

Wir haben aufgegeben, den samstäglichen Büchertisch in Tempio weiter zu machen. Die Leute haben die Möglichkeit gehabt, das Evangelium zu kennen durch die mehr als 1.000 Traktate, die wir bei dieser Gelegenheit verteilt haben. Eine Anzahl lehnt diese sowieso strickt ab.

Samstag, den 8. Januar haben wir eine Ausnahme gemacht und konnten 50 Kalender an den Mann bringen, was gar nicht so einfach war, weil viele Leute ablehnend sind.

Den Tag vorher haben wir versucht einen ganzen Nachmittag von Haus zu Haus zu gehen um die Kalender anzubieten. Es öffnete uns niemand. So sagte ich mir: „wenn ich in die Geschäfte gehe habe ich wenigstens Jemanden vor mir mit dem ich reden kann“. Es ist nicht einfach die Leute zu überzeugen jeden Tag ein Kalenderblatt zu lesen. Eine Frau sagte mir: „Sie können mir doch nicht diese Buße auferlegen“.

Ein Möbelhändler sagte mir, dass er überhaupt nichts lese. Ich habe ihm gesagt, dass es sich lohnen würde, 2 Minuten zu opfern und dass ich nach einem Monat wieder vorbeischauen würde um zu hören ob er die Blätter gelesen hätte.

Ein Autoverkäufer sagte mir dass er hat ein Erlebnis mit Jesus gemacht hätte. Er gehört zur Bewegung der „Erneuerung des Heiligen Geistes“. Diese Leute lesen wohl die Bibel und beten frei aber haben eine große Verwirrung und keine Heilsgewissheit. Jedenfalls sagte er mir hereinzuschauen, wenn ich vorbeigehen würde. Er heißt Gino (sprich: Jino).

Mit Mauro hatte ich ein längeres Gespräch. Er hat versprochen, mit seinen Bekannten zu sprechen. Durch ihn habe ich Agostino, einen Fotografen, kennen gelernt. Eine sehr interessante Persönlichkeit aus Äthiopien.

Wir fahren alle 14 Tage nach Tempio. Evangelina schon am Montag und ich am Donnerstag, um dann Freitag Nachmittag wieder nach Alghero zurückzukehren.

So langsam fange ich an mich dort schon heimisch zu fühlen.

Wenn ich am Donnerstag Morgen dort ankomme, dann haben wir um 10:00 eine kleine Bibelstunde mit Mauro, Anna und Gabriela. Anschließend besuche ich einige Kontakte. Dann essen wir Mittag und um 16:00 Uhr haben wir eine zweite Bibelstunde mit zwei Frauen, die am Morgen nicht kommen können. Anschließend mache ich wieder meinen normalen Rundgang, um meine Kontakte zu besuchen. Es sind alles Geschäftsleute, da ich die Kalender hauptsächlich in den Läden verteilt habe. In diesem Jahr waren es 1000 Kalender. Generell sagen mir die Leute, dass ihnen der Kalender gefällt. Allerdings lesen nicht alle die Kalenderblätter oder wenigstens nicht regelmäßig.

 

Inzwischen haben wir in Tempio eine Wohnung gefunden und wir werden, so Gott will, am Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres nach Tempio ziehen.

 

Ich habe Euch vom Möbelhändler erzählt, der normalerweise nicht liest. Ich habe inzwischen seine Frau kennen gelernt (ANTONELLA). Sie hat sich das vorletzte Mal eine Bibel gekauft. Vor 14 Tagen haben wir für einige Stunden miteinander gesprochen.

Dem Autoverkäufer (GINO) habe ich das letzte Mal 2 Audiokassetten zu Anhören gegeben.

Auch den Zigarettenverkäufer (PAOLO) besuche ich regelmäßig. Er singt im Chor der Kathedrale.

Auch eine nette Brotverkäuferin versuche ich regelmäßig zu besuchen. Sie hat zwei kleine Kinder. Das letzte Mal wollte ich ihr eine Kinderbibel ausleihen doch sagte sie mir ihr, dass ihre Tochter von der Schule her (1. Klasse) überfordert ist. Leider kann sie unseren Radiosender nicht empfangen. Unser Sender ist an vielen Stellen in Tempio durch den Mariensender unterdrückt. Wir haben bei der Gemeinde angefragt, ob sie für uns ein Wort einlegen könnten, damit wir in Tempio Stadt einen Wiederholer aufstellen können. Ich weiß nicht, ob der Antrag in der Gemeindesitzung besprochen worden ist. Ich habe meine Zweifel.

Am 18. 3. habe ich 3 Bibeln verkaufen können. Eine a Antonella, eine an eine Frau, die in einer Trockenwäscherei arbeitet und eine an einem jungen Mann, den ich auf der Straße getroffen habe (Sohn eines Zeugen Jehovas). Ich habe mit seinem Vater, Diego Sanna, gesprochen. Er ist von seiner Frau getrennt und lebt mit einer anderen Frau zusammen. Darum ist er ausgeschlossen worden. Er erkennt den Ausschluss als richtig an. Er sagt er sei kein Christ, weil er nicht als Christ lebt. Das letzte Mal haben wir für 2 Stunden über die 144 000 gesprochen. Ich habe ihm ein Bibelstudium über die Heiligen zum lesen zurückgelassen. Nun werden wir am Donnerstag (14. 4.) sehen ob der heilige Geist ihm die Augen geöffnet hat.

Ich habe auch eine Aussprache mit einem Freund von Mauro, namens Alberto Palita, gehabt. Er war mit allem was ich sagte einverstanden. Das letzte Mal war er nicht zu Hause und seine Frau war krank. Ich hoffen, dass wir ihn diese Woche besuchen können.

Ich möchte diese Woche auch Don Antonio und Don Joseph aus Burundi besuchen und ihnen meine Betrachtungen über die Beerdigung des Papstes und ein Studium von Bennet geben, über den Erfolg von Johannes Paul den Zweiten.

 

 

Alghero

Dienstag, den 11. 01. ist Mariella zum ersten mal zur Bibelstunde gekommen.

Sie ist von ihrem 1. Mann getrennt und lebt mit einem anderen. Diese Probleme finden wir immer häufiger.

Wir haben inzwischen weitere 900 Abreiskalender bekommen, aus denen wir 4 Seiten rausreißen musste (Pfingstpropaganda). Wir haben unsere Radiofrequenzen auf die Rückseite geklebt. Wir haben eine gewisse Anzahl vor den Schulen verteilt. 

Der Feind hat eine junge Familie zerschlagen. Die Frau will ihren Mann nicht mehr. Sie sagt sie habe ihn nie geliebt. Es war ein lieber Bruder, der sich für die Jugendlichen eingesetzt hat und von diesen anerkannt und geliebt war. Auch ansonsten gab er uns gute Hoffnung, Nun ist er kaputt. Das sind schwere Schläge. Alles Reden mit der Frau hat nicht geholfen. Sie sagt dass sie jetzt glücklich ist. Wenn der Herr sie nicht zurechtstaucht haben wir keine Hoffnung für sie, weder für die Zeit noch für die Ewigkeit.

 

 

Sassari

Wir dabei 4 Brüder als Älteste anzuerkennen. Ich treffe mich mit ihnen alle 14 Tage für 2 Stunden und freue mich über das gute Einverständnis. Hoffentlich bleibt es dabei.

Sonntag den 13. März habe ich der Gemeinde nach dem Gottesdienst den Dienst und die Voraussetzungen für Älteste erklärt, ihnen den Text gegeben und die Geschwister gebeten mir auf ein Kärtchen die Namen der Brüder anzugeben, die nach ihrem Gutdünken den Voraussetzungen entsprechen würden. Ich habe ihnen gesagt, dass es sicht um eine Wahl handeln würde, sondern um eine Hilfe, damit ich die rechte Wahl treffen könne.

Ich habe die Wahl schon getroffen, wollte aber den Puls der Gemeinde fühlen und dann eventuell den Einzelnen helfen, damit bei der öffentlichen Einsetzung allgemeine Zufriedenheit herrscht.

Von jungen Gläubigen kann man nicht erwarten, dass sie Unterscheidungsvermögen haben.

 

 

Mit vier sardischen Gemeinden unterstützen wir eine Missionsarbeit unter Zigeunerkinder in Indien.

Man hat uns das Lager Pudupet übergeben. Die Kinder bekommen Essen, Kleidung und täglich das Evangelium. Dadurch entstehen Gemeinden.

Anschließend ein sehr eindrucksvolles Erlebnis.