Insektenabwehr

Mückenabwehrmittel für die Haut

Auf dem Markt sind natürliche und synthetische Mückenabwehrmittel zu erhalten. Die Mittel werden auf die Haut gesprüht oder gecremt und bieten einen Schutz vor den unliebsamen Gästen. Der Duft auf der Haut wehrt die Mücken ab und lässt sie nach einer anderen Blutquelle suchen.

 

Synthetische Mittel bieten einen Mückenschutz von bis zu 10 Stunden. Obwohl die Mittel heutzutage gut verträglich sind, sollten sie nicht dauerhaft angewendet werden. Für Kleinkinder und Säuglinge sind sie nicht empfehlenswert.

Die Wirkungsdauer von ätherischen Ölen ist begrenzt. Etwa eine Stunde wehrt der Duft des Öls die Mücken ab. Zu den wirksamen Ölen gehören: Lavendel, Anis, Bergamotte, Kampfer, Zimt, Nelke, Kokos, Eukalyptus, Zitrone und Muskat. Aber auch hier ist Achtung geboten, denn bei hoher Konzentration können die Naturstoffe Allergien auslösen.
Erste Hilfe nach dem Stich

In der Drogerie und Apotheke gibt es zahlreiche Mittel wie entzündungshemmende kortisonhaltige Cremes und Kühlgels, die Abhilfe versprechen. Schnelle Linderung kann der Griff in die eigenen Schubladen bringen. Denn so rascher man etwas gegen den Stich unternimmt, desto schneller klingt er wieder ab. Folgende Hausmittel sind empfehlenswert:

* Stich mit Eiswürfel/Kühlpack kühlen
* Essig auf den Stich tupfen
* Zwiebel halbieren und auf den Stich pressen
* Zitronenscheibe auf den Stich legen
* Zahnpasta auf schmerzende Stelle streichen
* Wattebausch mit heißem Wasser tränken und auf den Stich legen
* Stich mit Quark bestreichen

Die meisten Insektenstiche sind schmerzhaft, jedoch nicht bedrohlich. Selten können auch stärkere allergische Reaktionen auftreten, wie das Anschwellen des Stichs auf über zehn Zentimeter, Übelkeit, Kreislaufprobleme oder Atemnot. In diesen Fällen sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen.
Weitere ungebeten Gäste und was man gegen Sie tun kann

Basilikum hält Fliegen fern
Gegen nervige Fliegen ist ein Kraut gewachsen, ein Topf Basilikum oder auch Pfefferminze auf der Fensterbank hält die Tiere fern. Auch ein Schälchen mit Essig oder ätherischen Ölen wie Lorbeer-, Zitronen- und Eukalyptusöl kann helfen. Ansonsten bleibt die altbewährte Fliegenklatsche, Fliegenfänger mit Klebstoff und Duftstoffen und Fliegenfallenstreifen an den Fenstern.
Klein und gemein - Fruchtfliegen, Motten und Co.

Gegen den Besuch von Wespen hilft eine mit Nelken gespickte Zitrone auf der Kaffeetafel. Als Ablenkungsmanöver und zugleich Falle können Sie zudem auf einen Nebentisch eine halbvolle Flasche Limonade mit Spülmittel stellen. Angezogen von dem süßen Geruch fliegt die Wespe in die Flasche, verliert durch das Spülmittel die Haftung und ertrinkt. Hilfe bei störenden Wespennestern gibt die örtliche Feuerwehr.

Fruchtfliegen lieben reifes Obst. Ein paar Lorbeerblätter neben der Obstschale halten sie fern. Sind sie erst einmal da, werden Sie die ungebetenen Gäste folgendermaßen wieder los: Füllen Sie in eine Flasche mit engem Flaschenhals etwas Essig und ein bisschen Spülmittel und stellen Sie diese neben die befallene Obstschale. Vom Geruch des Essigs fühlen sich die Tiere angezogen, fliegen in die Flasche, verlieren durch das Spülmittel die Haftung, fallen in die Flüssigkeit und ertrinken.

Gerade im Wohnraum ist es äußerst unangenehm, wenn plötzlich kleine Mücken und andere Schädlinge aus der Blumenerde herausschwirren. Vorbeugend hilft es, Dekokies oder Sand auf der Erde zu verteilen. Schnelle Abhilfe schaffen 6 bis 8 Streichhölzer, die man mit dem Kopf in die Erde steckt. Der Schwefel löst sich auf, vernichtet das Ungeziefer, doch schädigt die Pflanze nicht.

Lebensmittelmotten legen in Getreideprodukten, Nüssen und Dörrobst ihre Eier und vermehren sich. Besonders betroffen sind Bioprodukte, da bei ihnen keine Insektenschutzmittel verwendet werden. Bereits beim Einkauf sollte man die Verpackung auf eventuelle Fraßschäden oder Spinnfäden untersuchen. Lebensmittel sollten kühl, trocken und luftdicht verschlossen gelagert werden. Ein regelmäßiges Aussaugen der Schränke und eine Reinigung mit Essigwasser beugt vor und verschafft Abhilfe.

Gegen Kleidermotten helfen Duftsäckchen mit Lavendel und Zedernholz, die Sie in ihren Schrank oder in die Schubladen hängen oder legen. Wäsche sollte nicht ungewaschen oder ungelüftet in den Kleiderschrank zurückgehangen werden, denn Hautschuppen und Schweißgeruch ziehen die Tiere an. Ist die Kleidung befallen, entfernen Sie die Larven und waschen Sie die Kleidung bei 60 Grad bzw. lassen Sie sie reinigen.

Artikel am 14.06.2010 im ARD.de erschienen - zurück