Die heilige Schrift und die Tradition

Die katholische Kirche basiert ihren Glauben nicht nur auf die heilige Schrift, sondern auf die Schrift, die Überlieferungen, die Konzilien,
Konzil zu Trient (Sessio 4) 1545 n. Chr.
"Schrift und Tradition sind mit gleicher Ehrfurcht und mit frommer Scheu zu betrachten. Schrift und Tradition sind völlig gleichgestellt in dogmatischer Bedeutung".
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Was sagen die ersten Kirchenväter dazu?

"Die heilige und göttlich inspirierte Schrift genügt uns vollauf, um uns die Wahrheit bekannt zu machen." (Athanasios 295-373, Bischof von Alexandria; Orat. cont. Gent., De Incam).
"Sie ist die einzige Quelle des Heils... Niemand füge etwas dazu bei, und niemand nehme etwas davon weg" (derselbe in Epist. Fest. 39).
"Was in der Heiligen Schrift geschrieben steht, das erlaube, was nicht geschrieben steht, dem forsche nicht nach." (derselbe in De Trin. 29).
"Wenn die katholischen Bischöfe etwas denken, das den kanonischen Schriften Gottes (Heilige Schrift) zuwider-läuft, braucht man nicht zu denken wie sie... Ich will nicht das Geringste durch menschliche Zeugnisse bewiesen sehen, sondern allein durch die Botschaft Gottes." (Augustinus in De unitate eccl., c. 10)
"Die kanonischen Bücher übermitteln uns die Lehre des Geistes; wenn die Konzilien etwas dagegen aufstellen, erachte ich dies als Frevel." (Hieronymus 354-430, Bischof von Hippo; Epist. ad Galat.)

Der Traditionalismus
In Europa wächst kaum ein Mensch ohne religiöse Tradition auf. Der eine kommt aus der katholischen Tradition, der andere aus der evangelischen, der nächste aus freikirchlicher, wieder ein anderer aus pietistischem Hintergrund. Es gibt eine Unzahl von religiösen Traditionen. Sicherlich haben alle etwas Gutes. Aber alle haben auch Schlechtes, nämlich da, wo sie von der Heiligen Schrift abweichen.

Darum müssen wir alle Traditionen ausnahmslos am geschriebenen Wort Gottes prüfen.